Scheidung & Immobilie – wie geht es weiter?
Bei einer Trennung stellt sich schnell die Frage: Was passiert mit der gemeinsamen Immobilie? Die Antwort hängt vor allem von der Eigentumsform und dem ehelichen Güterstand ab. In dieser emotional fordernden Phase ist eine sachliche Klärung entscheidend.
Eigentumsverhältnisse bestimmen die Optionen
Ob Allein-, Mit- oder Gesamteigentum: Die Eigentumsverhältnisse bestimmen, was mit der Immobilie geschieht. Während Alleineigentum bestehen bleibt, erfordert Miteigentum eine gemeinsame Entscheidung. Gesamteigentum lässt sich meist nur mit juristischer Unterstützung auflösen.
Der Güterstand beeinflusst die Vermögensaufteilung
Gütergemeinschaft, Gütertrennung oder – am häufigsten – Zugewinngemeinschaft: Der Güterstand entscheidet mit, wie Werte ausgeglichen werden. Wichtig ist: Alle finanziellen Beiträge beider Seiten sollten dokumentiert sein, um eine faire Lösung zu ermöglichen.
Die vier gängigen Wege
- Übernahme durch einen Partner: setzt eine realistische Wertermittlung und die finanzielle Tragbarkeit voraus – Bank und Notar müssen mitwirken.
- Gemeinsamer Verkauf: schafft klare Verhältnisse und verteilt den Erlös transparent; oft der wirtschaftlich beste Weg.
- Vermietung: hält die Immobilie im Vermögen, erfordert aber weiterhin gemeinsame Entscheidungen.
- Teilungsversteigerung: der letzte Ausweg bei Uneinigkeit – meist mit deutlichen Werteinbußen verbunden und möglichst zu vermeiden.
Wer die Immobilie übernimmt, sollte rechnen
Wer eine Übernahme prüft, sollte die finanzielle Tragbarkeit im Blick haben: Auszahlung des Partners, laufende Finanzierung, Unterhalt und Nebenkosten. Eine neutrale Wertermittlung ist die Basis jeder fairen Einigung. Wir begleiten Sie dabei – diskret und mit Erfahrung.
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